AIKIDO-Cheftrainer:
Georges Morisod, 6. Dan
Luc Girardin, 4. Dan
KENJUTSU-Lehrer:
Jean-Michel Kaliszewski, 3. Dan
EINFÜHRUNGSKURSE:
Rob van Weelderen, 3. Dan
KINDER-AIKIDO:
Tamara Franzova, 2. Dan

Morihei Ueshiba, der Begründer des Aikido, wurde 1883 in einer kleinen Stadt in Japan geboren. Schon in jungen Jahren interessierte er sich für Budo (Kampfkünste). Er studierte Jujutsu und Kenjutsu (japanische Schwertkunst). Von Natur aus neugierig, beschränkte er sich nicht nur auf die Technik, sondern erforschte auch die philosophischen Aspekte dieser Disziplinen. Trotz seiner geringen Körpergröße (1,54 Meter) war er körperlich überdurchschnittlich stark.
Eine Anekdote erzählt, dass ein Offizier der Kaiserlichen Marine, beeindruckt von Morihei Ueshibas Ruhm, ihn zum Duell forderte. Zu seinem großen Erstaunen konnte er keinen einzigen Treffer landen. Morihei erklärte, er habe seine Angriffe gespürt, bevor sie überhaupt ausgeführt wurden. Er sah oder fühlte einen Lichtblitz, bevor der Angriff Gestalt annahm.
Zu dieser Zeit erkannte Herr Ueshiba, dass das wahre Wesen des Budo nicht im Einsatz von Gewalt, sondern im Streben nach Frieden und Gelassenheit zur individuellen Erfüllung liegt. Budo sollte zur Harmonie zwischen dem Weltlichen und dem Spirituellen führen. Dieses Ziel verfolgte Aikibudo, der damalige Name für Aikido, das erst nach dem Zweiten Weltkrieg diesen Namen erhielt (ai = Harmonie, Koordination, Vereinigung; ki = innere Kraft, Geist, Energie; do = Studium, Forschung, Weg).
Morihei Ueshiba verbreitete seine Kampfkunst unermüdlich durch zahlreiche Schriften und Vorführungen bis zu seinem Tod im Jahr 1969.

Die Aikido-Abteilung unseres Vereins wurde von Gildo Mezzo, einem Aikikai-Träger des 7. Dan, aufgebaut. Gildo begann sein Aikido-Training 1967. Nach drei Jahren Training in Genf ging er nach Japan, um im Tokyo Hombu Dojo (Welt-Aikido-Zentrum) ein intensives Training zu absolvieren. Dort blieb er fünf Jahre und erwarb seinen 1. Dan.
Nach seiner Rückkehr in die Schweiz 1975 begann er, Aikido beim SDK (Schweizer Kitesurf-Verband) zu unterrichten. Damals hatte er nur wenige Schüler, da sich die damalige Aikido-Abteilung des SDK in zwei Gruppen aufgeteilt hatte: diejenigen, die den Mochizuki-Stil (Yoseikan Budo) praktizierten, und diejenigen, die den Ueshiba-Stil bevorzugten und auf einen Lehrer warteten. Mit einem Kurs pro Woche wuchs die Abteilung allmählich. Heute hat der Verein etwa 120 Mitglieder (Erwachsene und Kinder), von denen rund 30 regelmäßig trainieren. Das Kursangebot wurde auf vier wöchentliche Kurse für Erwachsene unter der Leitung von Gildo Mezzo und zwei wöchentliche Kurse für Kinder, die von zwei bis drei fortgeschrittenen Schülern unterrichtet werden, erweitert.

Der Club ist sehr aktiv. Er veranstaltet jährlich etwa acht Trainingslager und begrüßt zahlreiche Meister der Disziplin, darunter in der Vergangenheit Meister Kitaura, Meister Chiba und die verstorbenen Meister Yamaguchi, Fujimoto, Tamura und Merit sowie aktuell Meister Tissier, Meister Gouttard, Meister Orban und Meister Bachraty.
Dank Gildo Mezzos kontinuierlichem Engagement kann der Club mittlerweile rund dreißig Schwarzgurte vorweisen, die regelmäßig am Training teilnehmen und so die weniger erfahrenen Trainierenden motivieren.
Aikido basiert auf Naturgesetzen wie dem Kreis und der Spirale. Diese Disziplin bietet, wie andere japanische Kampfkünste auch, die Möglichkeit, das eigene Körperbewusstsein zu schärfen und ein Gefühl für Gleichgewicht, Dynamik, Wachsamkeit, gegenseitigen Respekt und gegenseitige Unterstützung zu entwickeln.
Im Stehen oder Knien wendet der Aikido-Übende Wurf- und Fixierungstechniken gegen einen oder mehrere Gegner an, ob bewaffnet oder unbewaffnet. Das Studium der Waffen, insbesondere des Schwertes und des Stabes (der symbolisch für einen Speer steht), trägt zum Verständnis des Aikido bei und ermöglicht eine umfassendere Weiterentwicklung. Stürze (Ukemi) bedeuten nicht wie im Judo das Ende des Kampfes, sondern dienen der Wiederherstellung des Gleichgewichts. Sie beugen Verletzungen vor und ermöglichen es, eine Angriffs- oder Verteidigungsposition wieder einzunehmen.
Eine Trainingseinheit besteht aus drei Phasen: der körperlichen und mentalen Vorbereitung, dem Techniktraining und schließlich der Rückkehr zur Ruhe.